Was ist eine Waldspielgruppe?

In der Waldspielgruppe treffen sich 8–12 Kinder im Alter von 3–4 Jahren. Zusammen mit Betreuerinnen verbringen sie während des ganzen Jahres einen Morgen oder einen Nachmittag pro Woche im Wald, unabhängig vom Wetter. Im Wald haben die Kinder die Möglichkeit, die Natur mit all ihren Sinnen zu entdecken und zu erleben.

Der Wald bietet den Kindern einen Raum:

  • wo sie ihren Bewegungsdrang ausleben können
  • wo sie lustvoll spielen, verändern und gestalten können
  • wo eine liebevolle Beziehung zur Natur die Basis für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt bildet
  • wo sie die Jahreszeit hautnah spüren und erleben können
  • wo ihre Neugier geweckt und ihre Fantasie angeregt wird
  • wo sie Freundschaften schliessen und Konflikte austragen können
  • wo die natürliche Umgebung die körperliche und seelische Gesundheit fördert und das Immunsystem stärkt

 

Regeln

Die Regeln der Waldspielgruppe dienen der Sicherheit und führen zu einem respektvollen Umgang mit der Natur und den anderen Kindern.

  • Kinder halten sich in Sichtweite der Leiterinnen auf.
  • Wir betreten keine Jungpflanzen und beschädigen weder Bäume noch Pflanzen.
  • Wir gehen sorgfältig mit Tieren um.
  • Wir achten auf einen Sicherheitsabstand beim Umgang mit Stöcken und Ästen.
  • Feuer wird in Begleitung und Anweisung einer Leiterin unterhalten.
  • Wir sammeln unseren Abfall ein und holen unsere mitgebrachten Sachen wieder aus dem Wald.

 

Zeiten
Freitag von 09.00 Uhr bis 13.00 Uhr

Preis

4 Std. CHF 42.– inkl. Verpflegung

Treffpunkt:

Beim Waldhaus in Möhlin:
www.moehlin.ch/de/gemeinde/ortsbuergergemeinde/waldhaus.php

Ort

Unser Waldplatz befindet sich beim Rotenäderich Hüsli.

Abmeldung:

Bei Krankheit/Abwesenheit wird erwartet, dass das Kind abgemeldet wird (Telefonnummer gemäss Rundtelefonliste).

Versicherung

Die Unfallversicherung ist Sache der Eltern.

Risiko durch Zecken

Durch Zeckenbisse können eine Vielzahl von Krankheiten übertragen werden. Die hierzulande gängigen Infektionen sind die bakterielle Borreliose und die virale FSME. Die Zecke sollte so schnell wie möglich, ohne vorherige Verwendung von Hausmitteln, mit einer guten Pinzette entfernt werden. Anschliessend sollte die betroffene Hautstelle desinfiziert werden. Zur Vorbeugung sollten im Wald geschlossene Schuhe und lange Kleider getragen und der Körper anschliessend auf Zecken untersucht werden. Auch die Verwendung von Zeckenschutzmittel, welches präventiv mittels Spray auf die Haut aufgetragen wird, trägt zum Schutz vor Zecken bei.

Verantwortung der Eltern

  • Die Kinder tragen geschlossene Schuhe, eine Kopfbedeckung und lange Kleider
  • Kinder mit einem Zeckenschutzmittel auf den freien Hautstellen einsprühen.
  • Nach dem Anlass die Kinder am ganzen Körper auf Zecken absuchen.

 

Verantwortung der Waldspielgruppen

  • Informationsbereitstellung für die Eltern
  • Zeckenspray für (vergessene) Hautbehandlung vor Ort
  • Zeckenentfernungsset vor Ort

 

Risiko durch Fuchsbandwurm

Der Fuchsbandwurm wird durch den Verzehr von Waldbeeren, Pilzen Gemüse aus Freilandanbau auf den Menschen übertragen. Eine Infektion kann sehr gefährlich werden.

Verantwortung der Eltern

Erinnerung daran, dass keine Beeren und Pilze aus dem Wald gegessen werden dürfen.

Verantwortung der Waldspielgruppen

  • Informationsbereitstellung für die Eltern
  • Aktives aufmerksam machen, (regelmässige Erinnerung und Kontrolle) und beobachten, dass keine Beeren und Pilze direkt aus dem Wald gegessen werden.

 

Die ideale Kleidung für die Waldspielgruppe

Voraussetzung für den Spass im Wald ist die richtige Ausrüstung. Die Kleider sollten robust sein, gut abschliessen (Zeckenschutz) und schmutzig werden dürfen.

Im Sommer

  • feste Schuhe mit gutem Profil zum Binden (keine Sandalen)
  • bequeme lange Hose, am besten in die Socken gesteckt
  • leichtes langärmliges T-Shirt, Pullover im Rucksack
  • Kopfbedeckung
  • je nach Witterung Regenjacke und Regenhose
  • ungeschützte Hautstellen gut mit Sonnencreme eincremen
  • Zeckenschutz auftragen (nicht auf die Hände und ins Gesicht)

 

Im Frühling und Herbst

  • je nach Wetter siehe Sommer oder Winter

 

Im Winter (Zwiebellook)

  • warme gefütterte Schuhe mit gutem Profil, gross genug mit evtl. 2 Paar Socken
  • Skiunterwäsche, Faserpelz
  • besser lange Thermo-Unterhosen statt Strumpfhosen, so könnten nasse Socken gewechselt werden
  • wasserdichte Jacke und Hose bei Nässe, Skianzug nur bei trockener Kälte
  • Baumwoll-Fingerhandschuhe und darüber warme wasserfeste Fäustlinge, diese können zum Znüni essen ausgezogen werden
  • warme Kopfbedeckung (grösster Wärmeverlust erfolgt über den Kopf)

 

Bei Regen oder feuchtem Wetter

  • gute Gummistiefel nur bei warm/nassem Wetter, denn in Gummistiefeln gibt es bei Kälte schnell kalte Füsse
  • wasserdichte Regenhose (über die Stiefel getragen) und Regenjacke
  • Kopfbedeckung, Kapuze

 

Reservekleider im Rucksack

  • Unterwäsche, Socken, evtl. Trainerhose, Pullover
  • Regenschutz
  • im Winter Ersatzhandschuhe
  • evtl. Ersatzwindeln

 

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur eine unpassende Kleidung